Zahnfleischbehandlung

Als Zahnfleisch (Gingiva) bezeichnet man den Teil der Mundschleimhaut, der den Kieferkamm in dem die Zähne verankert sind und die Zahnhälse bedeckt.

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) umfaßt das Zahnfleisch, das Knochenfach (Alveole), in dem der Zahn im Kieferknochen steht, die als Wurzelzement bezeichnete Oberfläche der Zahnwurzel und die Wurzelhaut (Desmodont), ein Fasergewebe, das von Blutgefäßen und Nerven durchzogen ist und sich zwischen Wurzelzement und Knochenfachwand befindet. Die Fasern der Wurzelhaut befestigen den Zahn beweglich am knöchernen Zahnfach.

Der Teil des Kieferknochens, in dem nebeneinander die Knochenfächer (Alveolen) zur Aufnahme der Zahnwurzeln liegen, heißt Alveolarfortsatz. Nach Verlust der Zähne wird dieser Teil des Kieferknochens häufig schnell abgebaut. Die Erkrankungen dieser Strukturen in der Mundhöhle führen zu den unterschiedlichsten Problemen  (zu wenig Knochen für den Halt eines Zahnersatzes, Druckempfindlichkeit der Nerven, ästhetisch-kosmetische Probleme)  für den betroffenen Patienten.

Nach ihrer Art und Schwere unterscheidet man:

Gingivitis        –  Die Entzündung des Zahnfleisches
Parodontitis    –  Die Entzündung des Zahnhalteapparates
Parodontose   –  Eine spezielle Form, die den Knochenschwund und den
Zahnfleischverlust ohne Entzündung beinhaltet

Therapie

Eine auf Dauer erfolgreiche Therapie des erkrankten Zahnhalteapparates (Parodontium) erhält man nur, wenn der betroffene Patient über das Ausmaß seiner Erkrankung und die Folgen daraus genauestens informiert ist.
Entscheidend neben dem Vorgehen des Zahnarztes ist vor allem die intensive Mitarbeit des Patienten durch selbst durchgeführten Mundhygiene.
Die Therapie des Zahnbettes unterliegt nach vorausgegangener Diagnostik einem systematischen Vorgehen in bestimmter Reihenfolge, die sich in der Regel wie folgt gliedert:

– Herstellung hygienischer Verhältnisse in der Mundhöhle
Professionelle Zahnreinigung PZR

© Bildreihe Dr. Stauche
  • Abtragung von entzündetem Gewebe sowie festen zahnsteinartigen und weichen
  • belagähnlichen Anteilen der Wurzeloberfläche unter örtlicher Betäubung (Kürettage)
  • Beseitigen von Hindernissen (Funktionstherapie)
  • Beseitigen von Zahnfleischtaschen und Zahnfleischwucherungen (Parodontalchirurgie)

Sicherung des Behandlungsergebnisses

Gute Erfolgsaussichten zur Erhaltung des Zahnapparates sind eine gute Mitarbeit seitens des Patienten mittels angebotener Informationsgespräche über Ursache und Wirkung, regelmäßige Kontrollen und Unterstützung durch regelmäßige professionelle Zahnreinigungen.

Die Mitarbeit des Patienten ist wichtig und gefordert.

Info von uns: Recall viertel- bis halbjährlich wichtig!