Kieferchirurgie

Operation einer Zyste


Was ist eine Zyste?

Zysten sind abgeschlossene Hohlräume mit Flüssigkeit oder breiiger Masse gefüllt, welche im Knochen oder Weichteilen vorkommen können. Zysten wachsen langsam und nehmen an Größe zu und können von daher lange keine merkbaren Be­schwerden verursachen.

Wie behandelt man eine Zyste?

  1. Es gibt je nach Umfang und Lage der Zyste zwei unterschiedliche Behandlungsmethoden.
    Vollständigen Entfernung der Zyste . Der bei der Entfernung entstandene Hohlraum wird so vorbereitet, daß er vom Körper langsam wieder in Knochengewebe um- und aufgebaut werden kann.Manchmal kann dieser natürliche  Vorgang  mittels Knochenverpflanzung noch unterstützt werden
  2. Eröffnung und Teilentfernung der Zyste  . Hier wird nur der Zysteninhalt und einen Teil des Zsytengewebe entfernt und der dabei entstandene Zystenhohlraum zu einem Nebenraum der Mund-, Kiefer- oder Nasenhöhle gemacht.  Unterstützend wird die Eröffnungsstelle durch eine Apparatur so lange offen gehalten, bis sich der durch die Zyste entstandene Hohlraum von innern wieder geschlossen hat.
    Ist eine Zahnerkrankung die Ursache der Zystenbildung, so muß auch die Grunderkrankung behandelt werden, damit es nicht nochmals zur Bildung einer Zyste kommt.

Welche Risiken hat der Eingriff?

Selbstverständlich wird dieser Eingriff unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
Hilfreich ist es bei dieser Gelegenheit uns nochmals auf eine Vorerkrankungen, Allgemeinerkrankung und Medikamenteneinnahme aufmerksam zu machen. Für eventuelle Rückfragen wäre auch die Nennung des Zahnarztes und des Arztes von Vorteil. Somit können schon im Vorfeld Risiken verringert, wenn nicht sogar vermieden werden.

Bei Behandlung im Unterkiefer liegender Zähne kann es auch bei noch so vorsichtiger Vorgehensweise zu sehr selten vorkommenden Verletzungen der anatomisch benachbarten Zungen-, Unterkiefer- und Unterlippennerven kommen . Diese selten vorkommenden Verletzungen dieser Nerven  können zu Taubheitsgefühl der Zunge, Lippen und Wangen führen und ggfs. auch die Geschmackempfindung verändern. Dies ist meist nur ein kurzer Zeitraum (Monate – Jahre).

Bei der Behandlung im Oberkiefer kann es relativ selten zu einer Schädigung des Oberkiefernerves kommen. Hier kann es in seltenen Fällen zur Eröffnung der Kieferhöhle kommen. Die Kieferhöhle muß dann sofort oder später verschlossen werden.

Kieferchirurgie
© Dr. Stauche
Kieferchirurgie Röntgen
© Dr. Stauche

Wundheilungsstörungen oder Nachblutungen könnennach jedem chirurgischen Eingriff möglich sein.  Sollte der Fall einer darüber hinaus noch seltener auftretende Komplikationen eintreten werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren. So haben wir in Zusammenarbeit mit Ihnen die Voraussetzungen zu einer guten Heilung gegeben.

Völlige Garantien und Risikofreiheiten können im zahnmedizinischen und medizinischen Bereich nie gegeben werden.
Da es nach einem Eingriff  zur Einschränkung der Verkehrstüch­tigkeit kommen kann, empfehlen wir Ihnen mit einer Begleitperson zu kommen. Nach der Operation kann es in den ersten Tagen im Operationsgebietes zu unterschiedlich  leichten bis starken Schwellung kommen.
Damit Sie auch zu Hause was in der Hand haben, geben wir Ihnen einen Handzettel mit. Auch vor der Operation bekommen Sie ein Merkblatt, damit Sie uns noch eventuell aufkommenden Fragen stellen können.

 Wurzelspitzenresektion beim Frontzahn


Warum ist der Eingriff sinnvoll?

Die Entfernung einer Wurzelspitze ist dann angezeigt und auch sinnvoll, wenn sich die Wurzelspitze so entzündet hat, dass sich durch die Entzündung der umgebende Knochen um die Wurzelspitze auflöst. Diese Entzündung hat die Tendenz sich bis hin zu den Nachbarzähnen auszudehnen. Darüber hinaus kann es zu einer Zystenbildung  (Zyste = Hohlraum im Kieferknochen)  kommen. Durch die Wurzelspitzenresektion  ist die Erhaltung des Zahnes für mehrere Jahre möglich. Ist die Entzündung des Zahnes jedoch bereits zu groß bleibt nur noch  die Entfernung (Extraktion) des Zahnes übrig.

Wurzelspitzenresektion
Wurzelspitzenresektion © Dr. Stauche

Was wird eigentlich gemacht?

Der Zugang zur entzündeten Zahnwurzel wird eröffnet und die Wurzelspitze entfernt. Ebenso wird das betroffenen Gewebe entfernt, die Wunde gespült bzw. desinfiziert. An dem betroffenen Zahn wird meist im Vorfeld der abgestorbene Zahnnerv aus dem Wurzelkanal entfernt. Der Wurzelkanal wird gesäubert, desinfiziert und medikamentös wieder gefüllt. Um dem behandelten Zahn zu stabilisieren wird meist ein Stift in den Wurzelkanal eingesetzt. So kann dann die Ausheilung ihren Verlauf nehmen.

Welche Risiken hat der Eingriff?

Wie jeder chirurgische Eingriff wird die  Wurzelspitzenresektion  unter örtlicher Betäubung durchgeführt.  Die Risiken einer örtlichen Betäubung können sein: Unverträglichkeit des Anästhetikum, Blutungen im Injektionsbereich und Schädigung der benachbarten Nerven.
Sollten Sie noch an einer Allgemeinerkrankung leiden oder Medikament einnehmen, teilen Sie uns dies bitte spätestens vor der Operation mit. Auch die Nennung des Arztes im Vorfeld ist von Vorteil, da wir ein Behandlungsrisiko senken oder gar ausschalten können (z.B. Einnahme von Marcumar). Sollte die Wurzelspitzenresektion nicht so erfolgreich verlaufen, stellt sich die Frage nach einer Wiederholung (Revision) oder gar der Entfernung des Zahnes.

Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder sonstige auftretende Komplikationen können auch hier auftreten. Auch hier bekommen Sie im Vorfeld ein Merkblatt über den bevorstehenden Eingriff. Eine Begleitperson,da die Fahrtüchtigkeit aufgrund der Operation eingeschränkt ist, ist ratsam.

Wurzelspitzenresektion
Wurzelspitzenresektion © Dr. Stauche
Wurzelspitzenresektion
Wurzelspitzenresektion © Dr. Stauche

Entfernung der Weisheitszähne


Warum ist der Eingriff sinnvoll?

Weisheitszähne  müssen meist aus Platzgründen entfernt werden. Da die Weisheitszähne den selben Stellenwert wie die andern Zähne haben, ist auch hier die Gefahr der Entstehung einer Karies und Zahnfleischerkrankungen  gegeben. Die Weisheitszähne können vollständig oder auch teilweise im Kiefer stecken bleiben und somit kann es zu chronischen Entzündungen und Zysten kommen. In akuten Fällen kommt es zu einer Kieferklemme (Einschränkung der Mundöffnung), Schwellunge und Schluckbeschwerden. Auch die benachbarten Zähne können beeinträchtigt werden. Dies äußert sich in Zahnverschiebungen und  Zahnfehlstellungen .  Diese führen  langfristig zu Funktionsstörungen (d. h. zu Störungen bei der Kaubewegung). Das Ergebnis einer kieferorthopädischen Behandlung kann gegebenenfalls wieder zunichte gemacht werden.  Durch die Verschiebungen der Zähne kommt es meist zu sogenannten Schmutznischen, da der Zugang erschwert ist. Dies zieht dann wieder die Begünstigung der Kariesbildung und Zahnfleischerkrankungen nach.

Welche Risiken hat der Eingriff?

  • Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Dies birgt Risiken hinsichtlich einer Unverträglichkeit des Anästhetikums, Blutungen im Injektionsbereich und der Schädigung von Nerven in sich. Es ist sinnvoll uns im Vorfeld eventuelle Allgemeinerkrankungen, Medikamente und den Hausarzt zu nennen, damit die Risiken eingeschränkt werden können.Bei der Entfernung von Weisheitszähnen im Unterkiefer kann es bei bestimmten Voraussetzungen zu einer Beeinträchtigung oder dem Verlust des Gefühles in der Lippe oder der Zunge, gegebenenfalls auch der Geschmacksempfindung kommen. Dies kann dauerhaft sein, ist jedoch meist vorübergehend.
  • Bei der Entfernung von Weisheitszähnen im Oberkiefer kann es zu einer Eröffnung der Kieferhöhle kommen. Dies wird sofort oder später durch einen besonders dichten Wundverschluß behoben. Diese Eröffnung kann zu einer Nebenhöhlenentzündung mit Beschwerden in diesem Bereich führen.
Weisheitszahn
Weisheitszahn © Dr. Stauche

Wundheilungsstörungen oder Nachblutungen sind Komplikationen, die bei jedem chirurgischen Eingriff möglich sind.